Die faszinierende Welt des Influencer-Marketings

Der Beruf der Influencer:innen sorgt regelmäßig für Gesprächsstoff. Das ist allerdings nicht verwunderlich, denn Personen mit diesem Beruf gewinnen nicht nur online an Bekanntheit, sondern sind auch immer häufiger auf roten Teppichen und im TV zu sehen. Diese stetig wachsende Reichweite der Influencer:innen ist für Firmen eine vielversprechende Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. Was Sie über Influencer-Marketing wissen sollten, wie es funktioniert und wie Verbraucher:innen zu diesem Thema stehen, erfahren Sie in diesem Blogpost.

Visualisierung für Influencer-Marketing

Die Entwicklung des Marketings

Marketing ist bekanntlich eine sehr vielfältige Berufsbranche. Es gibt unzählige Methoden und Kanäle, auf denen potenzielle Kund:innen mit Werbung bespielt werden können. Dem Wachstum scheinen hier keine Grenzen gesetzt zu sein. Was rund 1960 mit einem Aufdruck auf Backpulver anfing, ist heute eine Mischung aus kreativen und innovativen Vermarktungsstrategien.

Besonders in den letzten 20 Jahren haben Vermarkter:innen durch das Internet einen großen Werbebereich dazugewonnen, denn von der anfänglichen Hemmung bei der Nutzung des Internets ist heutzutage keine Spur mehr. Laut Statista ist die Nutzungsdauer seit 2018 von unter 29-jährigen von 210 auf 269 Minuten pro Tag gestiegen, Tendenz steigend (Stand 2021).

Eine weitere Studie des Online-Portals berichtet im Jahr 2015, dass täglich 1.796 Apps zum App-Store hinzugefügt werden. Somit ist es nicht überraschend, dass die möglichen Marketingmaßnahmen nahezu endlos zu sein scheinen.

Marketing sorgt immer wieder für Hypes

Auch im Jahr 2021 bleiben die digitalen Neuheiten nicht aus: Die App „Clubhouse“ eroberte Anfang des Jahres schnell sämtliche Schlagzeilen. Clubhouse ist eine Audio-only-App und erlaubt den Nutzer:innen, an öffentlichen Gesprächen teilzunehmen oder auch einfach zuzuhören.

Das Prinzip baut auf den derzeit beliebten Podcasts auf, nur mit dem Unterschied, dass Zuhörer:innen live „dabei“ sind und die eigene Meinung gleich preisgeben dürfen. Likes und Kommentare haben hier, im Vergleich zu anderen Social-Media Plattformen, keinen Platz – es ist nun mal Audio only. Aber wie hat Clubhouse den Weg in die Schlagzeilen gefunden?

Stars und bekannte Influencer:innen nutzen die neue Plattform bereits und teilen dies auf ihren privaten Social-Media-Profilen mit Millionen von Followern. So erweckt es den Anschein, dass jeder die Chance hat, sein Idol sprechen zu hören oder sich sogar mit diesem zu unterhalten. Dem ist aber nicht so: Ganz im Stil von einem exklusiven Klubhaus, haben sich auch die Entwickler:innen der App dazu entschieden, nur geladene Gäste an diesem Trend teilnehmen zu lassen.

Um sich auf Clubhouse unterhalten zu können, bedarf es also einer digitalen Einladung. Da wir Menschen dazu neigen, das zu wollen, was wir nicht haben können, ist der Hype um Clubhouse kaum überraschend. Es ist die „Fear of missing out“, die die neue App so interessant wirken lässt.

Der Einfluss von Influencer-Marketing

Clubhouse ist nicht das einzige Beispiel für erfolgreiches Influencer-Marketing. Seit über 200 Jahren finden Testimonials ihren Platz in der Welt des Marketings. Sie ziehen die Aufmerksamkeit auf das zu bewerbende Produkt, steigern die Reichweite und verleihen dem Produkt meist ein passendes Image.

Das Einsetzen von Prominenten hat jedoch nicht nur Vorteile. Besonders die Glaubwürdigkeit und die Kosten eines Testimonials gelten als Nachteile dieser Marketing-Strategie.

In den letzten Jahren scheint Influencer-Marketing das klassische Testimonial-Marketing immer weiter zu verkörpern. Die Vorteile beider Maßnahmen sind ähnlich, doch Influencer:innen haben Promintenten gegenüber einem bestimmten Vorteil: Sie sind authentisch und sprechen eine bestimmte Zielgruppe an. Werbungen können dadurch spezifischer sein und das Budget effizienter genutzt werden. Als Werbetreibende:r hat man so eine breite Auswahl an Influencer:innen in den Bereichen „Lifestyle“, „Fashion“, „Beauty“, „Fitness“ und „Travel“. Aber auch „Mom-fluencer“ (Wortspiel aus „Mother“ und „Influencer“) bringen für viele Firmen eine passende Zieldemografik mit.

Und der Erfolg von Influencer-Marketing spricht für sich: Bei jedem Dollar, der für diese Strategie investiert wird, werden weitere 5,20 $ umgesetzt. Dennoch ist diese Art des Marketings nicht günstig. Die Faustformel besagt, dass ein:e Influencer:in rund 10 Euro pro 1000 Follower erhält, pro Werbebeitrag. Eine Kooperation mit eine:r Macro-Influencer:in (ab 100.000 Followern aufwärts), würde ein Werbebeitrag also ab 1.000 Euro aufwärts kosten.

Warum wir Influencer:innen vertrauen

Ein Aspekt, den das Influencer-Marketing den anderen Marketing-Aktivitäten voraushat, ist die Authentizität. Jede:r Influencer:in fängt mal klein an und erarbeitet sich die Community mühsam durch kreative Beiträge, aber auch durch Einblicke in den Alltag. Und genau diese Einblicke erlauben es de:r Zuschauer:in, sich mit Influencer:innen zu identifizieren, denn der Alltag sieht dort häufig nicht anders aus, als bei der Community selbst.

Ob Influencer:innen wirklich das Vertrauen der User genießen und wodurch dieses Vertrauen erweckt wird, haben wir in unserer Studie herausgefunden. Hierbei wurden 389 Personen aller Geschlechter und Altersgruppen zu ihrem Befinden bezüglich des Influencer-Marketings befragt.

Visual, das im Rahmen der Studie für die Befragung der weiblichen Teilnehmerinnen gewählt wurde. Quelle: iStock

Das Ergebnis war eindeutig:

38 Prozent der Befragten vertrauen Influencer:innen grundsätzlich nicht. Die weiteren 62 Prozent lieferten Gründe, weshalb sie Influencer:innen vertrauen. „Authentizität“ (20 %), „Ehrlichkeit“ (15 %) und „wenig Werbung“ (8 %) waren hier die meistgenannten Gründe. Für 33 Prozent der Befragten steht das Vertrauen in keinem Zusammenhang mit der Anzahl der Follower der Influencer:in.

Aber warum folgen wir den Online-Bekanntheiten? Die Studie hat ergeben, dass „Unterhaltung“ (30 %), „Inspiration“ (24 %) und „Neugierde“ (22 %) die häufigsten Gründe dafür sind. Allerdings haben einige Befragte auch „Motivation“ und „Identifikation“ als Hauptgrund für das Folgen von Influencer:innen angegeben.

Die Studie zeigt, dass 64 Prozent der Befragten bereits einen Kauf durch Influencer-Marketing getätigt haben. Dabei handelte es sich sowohl um Käufe durch Werbung als auch Empfehlungen der Influencer:innen. Rund 28 Prozent der Käufer:innen gaben an, dass sie von den Produkten begeistert waren. Weitere 30 Prozent haben in der Vergangenheit sowohl positive als auch negative Erfahrungen mit Einkäufen durch Influencer-Marketing gesammelt. Lediglich 8 Prozent gaben an, von dem Einkauf enttäuscht gewesen zu sein.

Das und viele weitere spannende Erkenntnisse können Sie in unserer neusten Studie lesen. Klicken Sie hier, um das kostenlose PDF zu downloaden.

Zusammenfassung

Influencer-Marketing hat seine Vor- und Nachteile. Wie bei den meisten Themen, gibt es auch hier Befürworter:innen und Personen, die davon nicht begeistert sind. Unserer Meinung nach ist Influencer-Marketing zur jetzigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Die Umsätze der Unternehmen durch diese Werbemaßnahme sprechen für sich und auch unsere Studie konnte bestätigen, dass die Mehrheit der Verbraucher (64 %) für Käufe durch diese Art der Werbung offen ist. Demnach ist und bleibt Influencer-Marketing ein starkes Medium, um Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. Wie lang das so bleibt, kann natürlich niemand sagen, aber genau das macht Marketing eben so spannend.

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Über die Autorin

Laura Caron

Durch mein abgeschlossenes Studium in International Marketing habe ich mich für eine Karriere in diesem Bereich entschieden – ein Bereich, der sich stetig verändert und zahlreiche Fassetten zu bieten hat. Meine Erfahrungen und Erkenntnisse innerhalb verschiedenster Branchen lasse ich bei CARON & CARON einfließen.

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Sue Caron

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